Währungs-Update EUR/CHF
April 2019

04.04.2019
Frankenmünze und Euromünze auf einem Blatt mit einem Entwicklungsdiagramm

Kursentwicklung EUR/CHF April 2018 bis März 2019Der Kurs des Währungspaars EUR/CHF notierte den Großteil des 1. Quartals innerhalb einer Spanne von etwa 2 Cent. Der Stützungskurs lag bei etwa 1,12 CHF, während der Widerstandspunkt sich knapp über der Marke von 1,14 CHF einpendelte.

 

SNB-Chef Thomas Jordan hält den Schweizer Franken weiterhin für überbewertet

Der Schweizer Franken notierte den gesamten März über etwa gleichbleibend, obwohl die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 21. März vorsichtigere Töne anschlug. Die Zentralbank behält ihren ultra-expansiven geldpolitischen Kurs bei und bestätigte erneut ihre Haltung, indem sie ihre Besorgnis im Hinblick auf den Brexit und die Verhandlungen zwischen China und den USA in Handelsfragen zum Ausdruck brachte. SNB-Chef Thomas Jordan hält den Schweizer Franken nach wie vor für überbewertet, sodass in absehbarer Zeit wohl kaum mit einer Änderung der niedrigen Leitzinsen zu rechnen sein dürfte. Thomas Jordan befürchtet, dass die weltweiten Ereignisse zu verstärkter Nachfrage nach Fluchtwährungen führen könnte, was den Kurs des Schweizer Franken stärken würde. Anlässlich der SNB-Sitzung gab es aber auch eine positive Nachricht: Die Inflationsprognose für 2020 wurde von zuvor 0,6% auf 1% hochgesetzt. 

  • GBP/CHF notierte erneut im Bereich eines 1-Monatstiefs, da die Performance des Britischen Pfund durch die jüngsten Entwicklungen in Sachen Brexit beeinträchtigt wurde. Letztlich kristallisierte sich allerdings bei 1,29 CHF ein Stützungspunkt heraus.

Wachstums- und Inflationsprognosen für den Euro 2019 wurden nach unten revidiert

Der Euro hat im März weiter nachgegeben. Die Vertreter der Europäischen Zentralbank sprachen sich zur Bekämpfung der besorgniserregenden Abkühlung des wirtschaftlichen Wachstums in der Eurozone für einen stärker auf Expansion abzielenden geldpolitischen Kurs aus als erwartet. Die offiziellen Aussagen zur Entwicklung der Leitzinsen wurden nach unten korrigiert und die Umsetzung restriktiverer geldpolitischer Maßnahmen wurde für dieses Jahr ausgeschlossen.

  • Die Europäische Zentralbank (EZB) revidierte ihre Wachstums- und Inflationsprognosen für das Jahr 2019 deutlich nach unten und gab die Einführung neuer zielgerichteter langfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO) für europäische Banken bekannt.
  • Die Anleger, die auf eine Anhebung der Leitzinsen durch die EZB gesetzt hatten, schoben dies um sechs Monate auf.
  • Nach der EZB-Sitzung fiel der Euro mit unter 1,12 USD gegenüber dem US-Dollar auf ein 20-Monatstief.

Der April wird spannend für den Schweizer Franken

Die Marktteilnehmer werden mit Interesse die weiteren Entwicklungen bei den Verhandlungen zwischen China und den USA verfolgen. Zwar erklärte US-Präsident Donald Trump mit Nachdruck, wie vielversprechend die Verhandlungen verlaufen, doch die Marktteilnehmer sind nach wie vor verhalten, was dem Schweizer Franken Auftrieb verschaffen könnte. International scheint sich eher eine risikoaverse Stimmung durchgesetzt zu haben, was auch von vielen der großen Zentralbanken deutlich zum Ausdruck gebracht wurde. Sollte die Brexit-Debatte noch länger anhalten, könnten sich die Anleger weniger risikobehafteten Vermögenswerten zuwenden.

  • EUR/CHF notiert nach wie vor im Bereich zwischen 1,12 und 1,14 CHF. Je nach Stimmung am Markt könnte der Kurs aus dieser Spanne ausbrechen, wobei sich im oberen Bereich bei 1,16 CHF höchstwahrscheinlich ein Widerstandspunkt zeigen dürfte.
  • Sollte der Kurs des Währungspaars GBP/CHF unter die Marke von 1,28 CHF rutschen, könnte die Marke von 1,20 CHF erneut getestet werden, falls das Britische Pfund weiter verkauft wird. Zahlreiche Anleger haben die kurzfristige Prognose für das Pfund Sterling nach unten revidiert.

Wichtige Konjukturdaten und Ereignisse für den Schweizer Franken im April

Wichtige Konjunkturdaten und Ereignisse für den Schweizer Franken im April 2019

Positive Brexit-Nachrichten könnten dem Euro im April Auftrieb verschaffen

Da sich bisher keine Leitzinserhöhungen am Horizont abzeichnen, sind die Gründe für einen Ankauf von Euro gesunken, zumindest sofern es größere Anlagen betrifft. Der Ausgang der nächsten EZB-Sitzung dürfte dem der März-Sitzung vergleichbar sein, da das Interesse der Anleger an der europäischen Einheitswährung wohl weiter anhalten wird. Es gibt jedoch noch keinen Grund, alle Hoffnungen zu begraben: Denn sollte es positive Nachrichten in Bezug auf den Brexit und/oder Fortschritte bei den Verhandlungen von Zöllen und Quoten zwischen China und den USA geben, könnte das die Stimmung am Markt verbessern und dazu führen, dass der Euro gegenüber seinen Währungskollegen in der Folge ein 
wenig Boden gutmachen kann.

  • Der Euro wird einerseits sensibel auf die Aussichten derWeltwirtschaft reagieren, andererseits aber auch auf die wirtschaftlichen Fundamentaldaten aus der Eurozone. Die schwache Performance des industriellen Segments und die sinkenden Preise ließen in Europa Sorgen aufkommen.
  • Eine sanftere Brexit-Lösung würde von den europäischen Anlegern mit Erlösung begrüßt.
  • Auch wenn der Kurs des Währungspaars EUR/USD einem gewissen Abwärtstrend unterliegt, könnte er sich in dem Bereich zwischen 1,12 und 1,15 USD einpendeln.

Wichtige Konjukturdaten und Ereignisse für den Euro im April

Wichtige Konjunkturdaten und Ereignisse für den Euro im April 2019

 

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