Währungs-Update EUR/CHF
August 2020

06.08.2020
Quelle: Shutterstock

bildschirmfoto_2020-07-03_um_10.44.23.pngDer Kurs des Währungspaars EUR/CHF notiert nach wie vor in einer engen Handelsspanne im Bereich von 1,07 CHF und kämpft damit, die Schwelle von 1,08 CHF zu überschreiten.

 

Kursverluste der Schweizer Franken

Im Zuge der Stabilisierung am Markt schrumpfte die Nachfrage nach Fluchtwährungen, sodass der Schweizer Franken Kursverluste gegenüber seinen Währungskollegen verzeichnete. Der Kurs des Währungspaars EUR/CHF stieg im Monatsvergleich um etwa 1%, konnte aber die Höchststände vom Juni nicht erreichen. Auch wenn die reduzierte Nachfrage nach Fluchtwährung derzeit en vogue zu sein scheint, bleiben die Brexit-Sorgen eine ständige Bedrohung, da die jüngsten Gespräche zwischen den beiden Verhandlungspartnern einen weiteren Streitpunkt bezüglich der Fangrechte aufflammen ließen.

  • USD/CHF hat seit Mitte Juli über 2,5% eingebüßt. Hauptgrund hierfür war die Schwäche des US-Dollar, denn der US-Dollar-Index ist nahezu auf ein 2-Jahrestief gefallen.
  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist im Devisenhandel nach wie vor eine dominante Kraft, da sie unverändert Devisenmarktinterventionen vornimmt.

Aufwärtstrend des Euro

Welch ein Monat für den Euro, der im Juli einen deutlichen Sprung in die Höhe machte, nachdem die Anleger eine generelle Welle des Vertrauens in die wirtschaftliche Zukunft Europas erfasste! Es scheint, als habe man die Pandemie in Europa unter Kontrolle gebracht, und seit Mai ist die Wirtschaftsaktivität wieder gestiegen, was Spekulationen auf eine V-förmige Erholung im Wirtschaftsraum anheizte. Diese Stimmung wurde durch die Unterzeichnung der außerordentlichen, ausschließlich für die EU-Mitglieder gedachten Stimulierungsmaßnahmen in Höhe von 750 Mrd. Euro zusätzlich untermauert.

  • Es gelang den Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten, ihre Meinungsverschiedenheiten beizulegen und sich auf ein wirtschaftliches Wiederaufbauprogramm – bestehend aus Zuschüssen und Krediten – zu einigen, um die europäischen Länder zu unterstützen, die unter der Krise am meisten gelitten haben.
  • Die Blitzschätzungen der Einkaufsmanagerindizes (EMI) für Juli ließen seit Februar erstmals Anzeichen von Wachstum in der Eurozone erkennen und ergaben den stärksten monatlichen Anstieg seit mehr als zwei Jahren.
  • In der letzten Juliwoche schickte sich der Kurs des Währungspaars EUR/USD mit 3% an, den größten monatlichen Anstieg seit Januar 2018 zu verzeichnen, und notierte mit Kursen im Bereich von 1,16 USD auf dem höchsten Niveau seit September 2018.

Aussichten für den Schweizer Franken

Die Intervention der SNB könnte ihr zum Verhängnis werden, da man dieses Vorgehen Berichten zufolge in den USA als Währungsmanipulation bezeichnet könnte. Laut Aussagen der SNB sind Interventionen erforderlich, um die starken Kursanstiege der Währung abzudämpfen, wobei es dabei keinesfalls darum gehe, den Kurs der Währung künstlich niedrig zu halten. Die möglicherweise hieraus zwischen den beiden Ländern resultierende Spannung könnte erneut zu Volatilität im Devisenhandel führen.

  • Der Kurs des Währungspaars EUR/CHF notiert nach wie vor in einer engen Handelsspanne im Bereich von 1,07 CHF und kämpft damit, die Schwelle von 1,08 CHF zu überschreiten.

Prognose für Euro

Der Aufwärtstrend des Euro, der sich im letzten Monat intensiviert hat, ist kaum zu übersehen. Natürlich ist noch Luft nach oben, aber die Währung wird zunächst noch unter Beweis stellen müssen, dass die jüngsten Hausse-Erwartungen gerechtfertigt sind, denn die Versuchung, die Gewinne bei derart hohen Kursen (1,15/1,16) mitzunehmen, steigt zunehmend. Die Volatilität des Euro wird wohl vor allem davon abhängen, wie unterschiedlich sich die wirtschaftliche Dynamik in der EU und den USA entwickelt. Allerdings könnten die Kursschwankungen ihre Impulse auch von drei anderen Faktoren bekommen: 1. vom Rennen um den Impfstoff, 2. von Spannungen in Handelsfragen zwischen China und den USA und 3. von der Volatilität an den Wertpapierbörsen.

  • Nachdem der Euro seit Mai mehr als 7% zugelegt hat, könnte der Anstieg ohne neue Auslöser abflauen. Da vor September keine bedeutenden Ereignisse anstehen, könnte es zu Kurskorrekturen kommen.
  • Die Nachfrage nach Euro wird primär vom Tempo der wirtschaftlichen Erholung in Europa abhängen. Nach wie vor stellt sich die Frage nach der weiteren Entwicklung der Gesundheitssituation innerhalb des Wirtschaftsraums und ob es zu einer zweiten Infektionswelle kommen wird.
  • Im vergangenen Monat bewegte sich der Kurs des Euro im Gleichschritt mit der Entwicklung im Wertpapierhandel. Jegliche Zeichen von Nervosität in diesem Bereich könnten weitere Kursgewinne des Euro ausbremsen.
 

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