Währungs-Update EUR/CHF
Oktober 2020

15.10.2020
Foto von Euromünze und Frankenmünze (Quelle: Shutterstock)

eur_chf_wahrungsupdate.pngIm September bewegte sich der Kurs des Währungspaars EUR/CHF innerhalb einer Handelspanne von 1,3%. Die sich auf Rekordhöhe befindenden Covid-19 Infektionszahlen und die Angst vor einem neuen Lockdown schwächen den Euro. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bekundete erneut ihre Bereitschaft zu einer stärkeren Intervenierung am Devisenmarkt, um eine Abwertung der Schweizer Franken zu vermeiden.

Die schweizerischen Leitzinsen blieben im September unverändert

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) behielt die Leitzinsen im September zwar unverändert bei, gab jedoch die Prognose ab, dass das Wirtschaftswachstum von nun bis zum 1. Quartal 2021 um etwa 5% schrumpfen dürfte. Gleichzeitig betonte die SNB erneut ihre Bereitschaft, stärker am Devisenmarkt zu intervenieren, um den Schweizer Franken abzuwerten, sofern dies erforderlich werden sollte.

  • Im September waren die Devisenmarktinterventionen der SNB relativ verhalten, da der Kurs des Währungspaars EUR/CHF sich innerhalb einer Handelspanne von 1,3% bewegte.

Der Euro fiel gegenüber dem US-Dollar und dem Yen

Nach einigen Wochen der Stabilität gab die europäische Einheitswährung gegenüber dem US-Dollar und dem Yen deutlich nach, da die neuen COVID-19-Infektionen im Wirtschaftsraum in Rekordhöhen stiegen. Die Sorge um einen möglichen neuerlichen Lockdown untergrub das Vertrauen der Anleger in den Euro und erhöhte den Verkaufsdruck. Im Vergleich zu rohstoffbasierten Währungen und den Währungen der Schwellenländer schlug sich die Währung in diesem volatilen Marktumfeld allerdings gut.

  • Umfragen zur Wirtschaftsaktivität ergaben im September eine Verlangsamung des Erholungstrends.
  • Ein Anstieg der COVID-19-Infektionszahlen und eine damit einhergehende Verschärfung der Einschränkungen könnten den europäischen Wirtschaftsraum zusätzlich schwächen.
  • Der Euro fiel gegenüber zwei seiner Fluchtwährungskollegen: gegenüber dem US-Dollar auf 1,1650 USD und gegenüber dem Yen auf 122,5 JPY. Gegenüber rohölbasierten Währungen und Währungen aus Schwellenländern hingegen fiel die Performance des Euro positiv aus

Steigende Nachfrage nach Fluchtwährungen 

Da im 4. Quartal dieses Jahres noch wichtige politische und wirtschaftliche Ereignisse bevorstehen, ist durchaus mit einem plötzlichen Anstieg der Nachfrage nach Fluchtwährungen zu rechnen. Das Augenmerk der Anleger wird auf der EU und den Brexit-Verhandlungen liegen, die in den letzten Wochen wieder für Schlagzeilen sorgten, sowie auf dem Wahlkampf im Vorfeld der Anfang November anstehenden US-Präsidentschaftswahlen. Die Zahl der COVID-19-Infektionen droht weiterhin die Weltwirtschaft zu beeinträchtigen, da viele Länder sich angesichts der bevorstehenden Grippesaison Sorgen um eine zweite Welle machen. Potenzielle Anstiege des Schweizer Franken könnten durch Interventionen der Zentralbank ausgeglichen werden.

Mögliche weitere Kurseinbrüche des Euro 

Die Marktteilnehmer rechnen mit weiteren Kurseinbrüchen des Euro, falls die politischen Vertreter dem neuerlichen Ausbruch mit einer Lockdown-Strategie begegnen sollten. Die Widerstandskraft der europäischen Wirtschaft gegenüber den jüngsten Einschränkungen wird von zentraler Bedeutung sein und der Währung ein gewisses Polster im Fall einer Verschärfung der Volatilität am Markt bieten. Der Ausgang der Verhandlungen über ein Handelsabkommen nach Vollzug des Brexits, der während des Gipfels des Europäischen Rats Mitte Oktober bekanntgegeben werden soll, könnte dazu führen, dass sich das Interesse der Marktteilnehmer zugunsten des Euro verlagert.

  • Weitere Einschränkungen könnten für den Euro zusätzlichen wirtschaftlichen Schaden und Verluste bedeuten.
  • Die Briten und EU-Vertreter haben sich darauf geeinigt, im Vorfeld des EU-Gipfels zu einer Einigung zu kommen. Es ist denkbar, dass man die bilateralen Gespräche nach Ablauf dieser Frist einstellt.
  • Angesichts der in diesem Jahr verzeichneten deutlichen Kursgewinne des Euro ist die Gefahr von Kursverlusten gegenüber Währungen wie dem US-Dollar, dem Britischen Pfund und dem Yen groß.

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