Währungs-Update EUR/CHF
Oktober 2019

16.10.2019
Foto von Euromünze und Frankenmünze
(Foto: Shutterstock)

Kursentwicklung EUR/CHFDem Währungspaar EUR/CHF könnte es schwerfallen zuzulegen, da der Euro angesichts schwacher Konjunkturdaten weiterhin zu kämpfen hat.

 

Schweizer Franken wird schwächer

Der Schweizer Franken gab im Laufe des Septembers nach, denn die weltweiten Spannungen kühlten sich ab. Der Kurs des Währungspaars EUR/CHF konnte zulegen und sich wieder auf die Marke von 1,10 CHF vorarbeiten. Es steht eine Sitzung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) an, wobei man nicht von einer Änderung der Geldpolitik ausgeht. Die SNB dürfte eher bei der Aussage bleiben, dass sie Devisenmarktinterventionen vornehmen wird, sofern diese erforderlich werden.

Euro erholt sich nach 2-Jahrestief

Der Euro startete auf dem falschen Fuß in diesen Monat und fiel gegenüber einigen Währungskollegen wie dem USD, JPY, CHF und CAD auf ein 2-Jahrestief. Die Marktteilnehmer verfolgten aufmerksam die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und gingen davon aus, dass weitere Stimulierungsmaßnahmen beschlossen würden, um die Eurozone vor dem derzeitigen wirtschaftlichen Gegenwind zu schützen. Trotz dieses Kursverlusts verzeichnete der Euro auch eine moderate Erholung, nachdem die politischen Sorgen in Italien und das Risiko eines ungeregelten Brexit nachließen.

  • Der Euro fiel im Vorfeld der EZB-Sitzung im September gegenüber dem US-Dollar unter die Marke von 1,10 USD und gegenüber dem Schweizer Franken in den Bereich von nahezu 1,08 CHF.
  • Die Europäischen Zentralbanker verkündeten eine Senkung des Zinssatzes für die Einlagefazilität um 10 Basispunkte, die damit den historischen Tiefststand von -0,5% erreichte, und eine Fortführung des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme – APP) ab November, mit Nettoankäufen in Höhe von monatlich 20 Mrd. Euro.
  • Der Euro konnte nach den Bekanntmachungen der EZB unerwartet zulegen, da die Anleger sich die Frage stellten, ob die Zentralbank in Kürze all ihr Pulver verschossen haben wird.

Nahost-Konflikt könnte Franken wieder stärken

Der jüngste Konflikt im Nahen Osten könnte weltweit bei den Anlegern Sorge hervorrufen. Sollten die Spannungen im Nahen Osten steigen, dürfte der Schweizer Franken infolge von Fluchtwährungskäufen gegenüber einer Reihe von Währungen zulegen. Ein Absinken des Kurses des Wechselpaars EUR/CHF unter die Schwelle von 1,08 CHF könnte der Schweizerischen Zentralbank größeres Kopfzerbrechen bereiten.

Prognose EUR

Im Oktober wird man die geldpolitischen Sitzungen, die im September stattfanden, einer Prüfung unterziehen und die geldpolitische Divergenz zwischen der Eurozone und den anderen Währungskollegen bewerten. Angesichts der neuen von der EZB verabschiedeten geldpolitischen Lockerungen könnte der Euro gegenüber einigen seiner Konkurrenten an Attraktivität verlieren. Die Volatilität des Euro wird von den politischen Entwicklungen in Europa abhängen, da die Frist für den britischen EU-Austritt näher rückt, Spanien vor den vierten Parlamentswahlen in ebenso vielen Jahren steht, die „Conte II“-Regierung einen neuen Haushalt vorlegen wird und der deutschen Koalitionsregierung eine weitere wichtige Landtagswahl bevorsteht.

  • Die Negativzinsen in der Eurozone könnten sich für den Euro als Belastung erweisen, falls die Stimmung am Markt pessimistischer werden sollte. Die Anleger werden sicherlich im Auge behalten, ob sich die Sorge um eine mögliche Rezession in Deutschland bewahrheitet.
  • Die endgültige Entwicklung der Brexit-Verhandlungen im Vorfeld des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs wird man mit Argusaugen verfolgen. Möglicherweise könnte sich ein moderater Anstieg des Euro in den Bereich von 1,12‑1,13 US-Dollar einstellen, falls das Austrittsdatum nach hinten verschoben wird.
  • Neue politische Unruhe in der Eurozone – wie die politische Lage in Italien und Spanien – könnte den Anlegern neue Argumente für Euro-Verkäufe liefern.
 

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